Zum Inhalt springen
Local SEO Keywords finden | Anleitung | Lokal SEO
SEO RATGEBER

Local SEO Keywords: So finden Sie die Suchbegriffe, die Ihre Kunden wirklich eingeben

Lokale Keywords entscheiden darüber, ob Ihr Unternehmen bei "Handwerker in Ihrer Stadt" überhaupt auftaucht. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die richtigen lokalen Suchbegriffe finden, bewerten und in eine funktionierende Seitenstruktur überführen.

5 Schritte • Praxisnah • Für lokale Unternehmen

Ein lokales Keyword ist im Kern immer eine Kombination: Leistung plus Ortsmodifikator. "Elektriker Köln" statt einfach nur "Elektriker". Klingt simpel. Ist es aber nicht, sobald man genauer hinschaut.

Die meisten Anleitungen zur lokalen Keyword-Recherche starten damit, ein Tool zu öffnen, ein Seed-Keyword einzugeben und nach Ort zu filtern. In diesem Ratgeber ist das erst Schritt drei. Denn bevor Sie überhaupt ein Tool anfassen, müssen Sie verstehen, wie Menschen in Ihrer Region tatsächlich sprechen, wenn sie etwas brauchen. Kein Tool der Welt sagt Ihnen, ob Ihre Kunden nach "Heizungsreparatur" oder "Heizung defekt" suchen.

Diese Kombination aus lokalem Wissen über Ihre Kunden und validierten Daten aus Tools wie Seobility, Semrush oder Ahrefs ist die eigentliche Grundlage erfolgreicher lokaler Keyword-Recherche.

01

Die Situation Ihrer Kunden verstehen

Bevor Sie ein einziges Keyword recherchieren, beantworten Sie drei Fragen. Die Antworten bestimmen, welche Keywords überhaupt relevant sind und wie Sie Ihre Seiten strukturieren.

In welcher Situation befindet sich der Suchende gerade?

Ein Notfall wie eine ausgefallene Heizung im Winter führt zu kurzen, dringenden Suchen wie "Heizungsnotdienst Köln". Eine längere Überlegung, etwa eine Küchenrenovierung, führt zu spezifischeren, längeren Suchen. Ein Betrieb, der auf Notfallkeywords optimiert, obwohl seine Kunden eigentlich in der Überlegungsphase sind, verschenkt Sichtbarkeit, und umgekehrt genauso.

Wie nennen Ihre Kunden das, was sie brauchen?

Der Landschaftsgärtner sagt "Baumschnitt". Der Kunde sucht "Bäume stutzen" oder "Baum fällen lassen". Die Fachbegriffe Ihrer Branche sind fast nie identisch mit der Sprache Ihrer Kunden. Starten Sie bei der Sprache Ihrer Zielgruppe, nicht bei Ihrer eigenen.

Wird nach Kategorie oder nach konkreter Leistung gesucht?

Manche Unternehmen werden nach einer sehr konkreten Leistung gesucht, etwa "Klimaanlage reparieren". Andere, wie Elektriker oder Generalunternehmer, werden meist auf Kategorieebene gesucht, also "Elektriker in der Nähe". Das entscheidet, ob Sie viele leistungsspezifische Seiten oder wenige starke Kategorieseiten aufbauen sollten.

Diese drei Antworten sind Ihr lokales Wissen. Alles, was Sie in den nächsten Schritten finden, ist Datenmaterial. Erst beides zusammen ergibt eine belastbare Strategie, wie wir sie auch bei unserer Keywordrecherche für Kunden anwenden.

02

Seed-Keywords sammeln

Seed-Keywords sind die kurzen, generischen Begriffe, die zu Ihrem Angebot passen, zum Beispiel "Pizza" oder "Rechtsanwalt". Sammeln Sie zunächst alle Varianten, die Kunden für Ihr Angebot verwenden könnten, etwa "Steuerberater", "Steuerkanzlei" oder "Buchhaltung".

Anschließend kombinieren Sie jede Leistung mit Ortsangaben. Menschen geben ihren Standort auf unterschiedliche Arten an:

  • Stadt oder Gemeinde: "Zahnarzt Euskirchen"
  • Stadtteil: "Friseur Köln Ehrenfeld"
  • Region: "Handwerker Eifel"
  • Landmarke: "Restaurant nahe Dom Köln"

Wichtig dabei: Für jede Kombination existieren mehrere mögliche Suchvarianten, etwa "Elektriker Bonn", "Bonn Elektriker" oder "Elektriker Bonn NRW". Google behandelt diese Varianten häufig, aber nicht immer als dieselbe Anfrage. Wer auf Nummer sicher gehen will, deckt in seiner Content-Struktur mehrere Varianten ab, statt sich blind auf eine zu verlassen.

03

Die Liste mit Tools erweitern

Jetzt kommen Tools wie Seobility, Semrush oder Ahrefs ins Spiel. Geben Sie Ihre Seed-Keywords ein, filtern Sie nach Ihrer Region und lassen Sie sich verwandte Begriffe und Varianten anzeigen. Ziel ist eine möglichst breite Liste, die Sie im nächsten Schritt verfeinern.

Achten Sie bei der Auswertung auf drei Dinge:

  • Relevanz: Passt das Keyword wirklich zu Ihrem Angebot und Ihrer Region?
  • Wettbewerb: Long-Tail-Varianten lassen sich oft leichter platzieren als generische Hauptbegriffe.
  • Konversionspotenzial: Keywords mit klarer Kauf- oder Kontaktabsicht bringen mehr Anfragen als rein informative Suchen.

Notieren Sie zu jedem Keyword mindestens den Suchintent (informational, transaktional, navigational oder lokal), das monatliche Suchvolumen und die Keyword-Difficulty. Diese drei Werte sind die Grundlage für die Priorisierung im nächsten Schritt.

04

Liste verfeinern und priorisieren

Legen Sie zuerst Ihre Pflicht-Keywords fest. Ist Ihr Unternehmen physisch an einem Ort ansässig, gehört eine Seite zu Standort plus Leistung in Ihre Struktur, auch wenn ein Tool null Suchvolumen anzeigt. Gerade in kleineren Orten sind Tools oft zu ungenau, um dünnes Suchvolumen zuverlässig zu messen. Das heißt nicht, dass niemand sucht, sondern nur, dass das Tool es nicht sauber erfassen kann.

Für alle übrigen Long-Tail-Keywords gilt eine einfache Faustregel:

  • Keyword-Difficulty möglichst unter 50%, besonders bei jüngeren Domains
  • Ausreichendes Suchvolumen für die Größe Ihrer Region
  • Suchintent, der zu Ihrer Seite passt

Der Suchintent verdient dabei besondere Aufmerksamkeit. "Pizza Köln" und "italienisches Restaurant Köln" können ein fast identisches Suchvolumen und eine ähnliche Difficulty haben und trotzdem völlig unterschiedliche Absichten transportieren: das eine führt zu Lieferdiensten und Take-away, das andere zu gehobener Gastronomie. Ein Blick in die tatsächliche Suchergebnisseite verrät oft mehr als jede Kennzahl.

Prüfen Sie außerdem, ob ein auffällig hohes Suchvolumen tatsächlich aus Ihrer Region stammt und nicht aus einem gleichnamigen Ort in einem anderen Bundesland oder Land. Solche Verwechslungen kosten sonst Budget für Seiten, die an der eigentlichen Zielgruppe vorbeigehen. Mehr zur Bewertung solcher Kennzahlen finden Sie in unserem Beitrag zur Keywordrecherche.

05

Seitenstruktur passend zur Keyword-Recherche aufbauen

Ihre Keywords fließen direkt in Ihre Seitenarchitektur ein. Die wichtigste Regel dabei: bauen Sie eine eigene Seite pro Leistung und Standort, statt eine einzige "Wir sind auch in Ihrer Nähe"-Seite, die mehrere Leistungen vermischt.

Ein Beispiel: Ein Handwerksbetrieb mit mehreren Standorten sollte für "Heizungsreparatur Bonn", "Heizungswartung Bonn" und "Heizungsinstallation Bonn" jeweils eigene Seiten anlegen, statt alles auf einer generischen Standortseite zu bündeln. Das gibt Google ein klares Signal, wofür jede Seite steht, und sorgt dafür, dass Besucher genau die Antwort finden, die zu ihrer konkreten Suche passt.

Halten Sie in einer Tabelle fest, welches Keyword auf welche URL einzahlt. So erkennen Sie Lücken in Ihrer Struktur, etwa Standorte ohne eigene Seite oder Leistungen, die nicht in jeder bedienten Stadt abgedeckt sind. Diese Struktur ist auch die Grundlage für unsere Arbeit im Bereich Local SEO und On-Page-Optimierung.

Dieselben Keywords und Seiten lassen sich zudem direkt für Google Ads und Local Service Ads weiterverwenden. Die Leistungs-Standort-Kombinationen aus Ihrer Recherche sind exakt die Begriffe, auf die Sie in einer bezahlten Kampagne bieten würden.

Was ist mit KI-Suche und AI Overviews?

Die Verschiebung Richtung KI-gestützte Suche betrifft lokale Suchanfragen bisher deutlich seltener als andere Suchtypen. Für klassische Suchen wie "Elektriker Köln" oder "Steuerberater in der Nähe" entscheidet also weiterhin die klassische lokale SEO Strategie über Ihre Sichtbarkeit. Wie groß der Unterschied zu anderen Suchtypen tatsächlich ist, zeigt der Vergleich:

Anteil der Suchanfragen mit AI Overview

Lokale Suchen 7,9% Nicht lokale Suchen 22,8% Alle Suchen gesamt 29%

Quelle: Search Engine Journal, Auswertung von 146 Mio. Suchergebnissen (2025) und Semrush Sensor Daten, Stand April 2026

Lokale Suchanfragen lösen mit 7,9% deutlich seltener eine AI Overview aus als nicht lokale Suchanfragen mit 22,8%, und liegen auch unter dem Durchschnitt von 29% über alle Suchanfragen hinweg. Google zeigt bei ortsgebundenen Anfragen also weiterhin bevorzugt das klassische lokale Suchergebnis mit Karte und Unternehmenseinträgen statt einer KI-generierten Antwort.

Eine Ausnahme bilden konversationelle Suchanfragen. Wer statt "Küchenrenovierung Köln" eher "Wer sind die besten Küchenstudios in Köln?" eingibt, bekommt deutlich häufiger eine AI Overview oberhalb des lokalen Suchergebnisses angezeigt. Klare, spezifische und ortsbezogene Inhalte, wie Sie sie mit dieser Anleitung aufbauen, sind genau die Art von Content, die in solchen KI-generierten Antworten zitiert wird. Zusätzlich lohnt sich der Aufbau von Erwähnungen auf relevanten Branchenverzeichnissen und regionalen Publikationen, da diese Präsenz sich direkt auf Ihre Sichtbarkeit in KI-Antworten auswirken kann.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst

Verstehen Sie zuerst die Situation Ihrer Kunden, bevor Sie ein Tool öffnen
Sammeln Sie Seed-Keywords aus Leistung plus Ortsmodifikator, in mehreren Varianten
Erweitern Sie die Liste mit einem Keyword-Tool und bewerten Sie Relevanz, Wettbewerb und Konversionspotenzial
Priorisieren Sie nach Pflicht-Standorten, Difficulty, Suchvolumen und Suchintent
Bauen Sie eine eigene Seite pro Leistung und Standort statt einer generischen Sammelseite

Sie möchten die richtigen lokalen Keywords für Ihr Unternehmen finden?

Wir übernehmen die komplette lokale Keyword-Recherche für Sie, von der Analyse Ihrer Kunden bis zur fertigen Seitenstruktur. Lassen Sie uns in einem unverbindlichen Gespräch über Ihre Ausgangslage sprechen.